Album der Woche: „Sweet Mortality“ von Annie Taylor

„Sweet Mortality“ von Annie Taylor

Süss ist sie, die Sterblichkeit. Vielleicht bittersüss, aber das hängt ab von der Entwicklung der Geschmacksknospen; vom dazu getrunkenen, durch Gaumen und Gurgeli fliessenden Getränk; vom Hunger oder Durst; wie sie Verarbeitet wurde; und so weiter. Was die New Yorker Lehrerin Annie Taylor, die 1901 in einem Fass die Niagarafälle hinunter-rock’n’rollte genau schmeckte, wird ihr Geheimnis bleiben.

Wonach das Debutalbum der Zürcher Band Annie Taylor jedoch schmeckt, kann gut bestimmt werden. Dazu Sweet Mortality einfach einmal durchhören. Eine Prise grobkörniges Pazifik-Meersalz. Ein Schuss Adrenalin von der Rasanten Fahrt den Berg runter, im Handstand auf dem Skateboard, versteht sich. Eine warme Brise in den Haaren, die Schlaghosen flattern um die Waden, der Duft von etwas Unbekanntem – und Musik, die einen in die Vergangenheit oder durch den Tag begleitet, immer mit einem Wippen; einem Lächeln in den Augen.

Ausgewählt von Julia Toggenburger

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