Album der Woche: «Singing» von Gia Margaret

Mehrere Jahre lang konnte die aus Chicago stammende Gia Margaret nicht singen, denn sie litt an einer Stimmbandverletzung. Sprich, sie hatte ihre Stimme verloren und konnte ihrer Karriere als Singer-Songwriterin nicht mehr nachgehen.
In dieser Zeit fing sie an, Ambient-Musik zu produzieren, wodurch sie lernte, Emotionen nur durch Klänge und ohne Text zu vermitteln.
Jetzt singt sie wieder und ist zurück mit dem passend betitelten Album Singing. Es verhandelt ihre Erfahrungen während des Heilungsprozesses; eine Mischung aus Entfremdung, Wiederentdeckung und ein Re-Connecten mit alten Teilen von ihr.
Während das Klavier das zentrale Instrument des Albums ist, benutzt sie auch knisternde Drum-Maschinen, Streich- und Blasinstrumente und Synth-Texturen, die für viel Abwechslung sorgen, aber auch eine nostalgische Atmosphäre erzeugen.
Das Album ist eine gelungene Kombination aus ihrer wiedergefundenen Stimme, ihren Pop-Songwriting-Skills und ihrer neuen Expertise im Ambient-Genre.
Ausgewählt von Lara Fuchs
