„The Very Start“ von Emilie Zoé

The Very Start ist alles andere als ein Debutalbum. Seinen Namen trägt es, weil es das erste wirklich bewusst gemachte Album der Wahl-Neuchâtelerin Emilie Zoé ist. Sie sagt, ihr erstes Solo-Album Dead-End Tape (2016) sei eher so zufällig entstanden. Die neue Platte ist eine Sammlung facettenreicher, geschickt arrangierter Stücke Melancholie. Der November streicht rauh über uns hinweg, die kahlen Bäume Gerippe im Grau und als hätte sie immer schon dazugehört: die Musik, The Very Start. Sie kommt zu nahe, auf eine seltsame, manchmal befremdliche Art und Weise und wirkt gleichzeitig in seiner Intimität und Feinheit wie etwas, das einen vor der Kälte schützen könnte.

Die Autorin dieses Textes findet, komplett undiplomatisch: eines der grossartigsten Schweizer Alben dieses Jahres!

Emilie Zoé wird übrigens im Kraftfeld zu sehen und darüber hinaus live im Stadtfilter zu hören sein – am 20. Dezember 2018.

Ausgewählt von Julia Toggenburger

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