Album der Woche: «Mahre» von Rorcal

Wie hört sich ein Alptraum in einer musikalischen Interpretation an? Für die westschweizerische Band Rorcal klaustrophobisch, schwer, schleppend, auftürmend und vor allem immer wieder laut und mit wildem Geschrei.
Ihr Album Mahre widmen sie der gleichnahmigen Sagengestalt, welche auf den Brustkörben ihrer Opfer während deren Schlaf Platz nehmen und und somit durch das verursachende, unangenehme Gewicht Atemnot verursachen.
Das Album der Genfer ist dunkel, langsam, heavy, episch und wirkt durch seinen Minimalismus noch brutaler. Es verursacht ein unangenehmes Gefühl, der aber immer wieder gehört werden will. Einzig die Produktion ist ein bisschen zu glatt geworden, aber in Träumen ist ja alles möglich.
Schön auch, das auf Humus Records wieder laute Düsterklänge veröffentlicht werden.
Ausgewählt von Omar Fra
