Album der Woche: «Two Wheels Move the Soul» von Robber Robber

Wenn Musik kaputt daherkommt, dann hört man dahinter meist Zerfall. Bei Robber Robber hört man hingegen akribische Dekonstruktion. Die Band aus Burlington, Vermont (definitiv worth checking out!) geht mit grosser Spiel- und Experimentierfreude zu Werke und nimmt den Gitarren-Indie förmlich auseinander, um ihn so zusammenzusetzen, wie man ihn nie gehört hat. Nachdem ihr Debütalbum 2024 ohne Label erschienen ist, wurde es so lange als Geheimtipp herumgereicht, bis die Band irgendwie überall war. Der Zweitling Two Wheels Move the Soul ist bei Fire Talk erschienen, das ebenfalls schon längst kein Geheimtipp mehr ist. Die Band geht hier noch radikaler vor als auf dem Vorgänger; zugleich ist ihr Songwriting schärfer geworden, kantig und erstaunlich catchy. Robber Robber folgen vielleicht ihrer eigenen Logik, aber sie erschliesst sich sofort beim Hören – und es macht grosse Freude, ihnen dabei zuzuhören.
Ausgewählt von Simeon Thompson
